Lustige satirische Seite eingerichtet

„Eine der wichtigsten Ausdrucksformen des politischen Humors ist die Satire. Sie zeigt auf amüsante Art und Weise gesellschaftliche und politische Missstände auf“, so heißt es erklärend im Internet. Dies vorab.

Gelegentlich bekommen die „Unabhängigen“ auch Meinungsbekundungen zu bestimmten Vorgängen in der Stadt. Da werden Finger in die eine oder andere Wunde gelegt. Mitunter gehen uns auch ironische und satirische Bemerkungen zu.
Einige Beiträge aus der Bürgerschaft sind durchaus lesens-, beachtens- und überlegenswert. Deshalb richten wir eine humorvolle satirische Seite auf unserer Homepage ein und veröffentlichen – im Zuge der Meinungsfreiheit - unregelmäßig geeignete Beiträge. Gewisse redaktionelle Überarbeitungen in Abstimmung mit den Verfassern behalten wir uns vor.

Satire & Humor zur Spargelsaison

... und den aktuellen Benzinpreisen ...

Sperrmüll-Sammlungen werden zusammengelegt

Bislang gibt es in der Stadt Waghäusel verschiedene Sperrmüll-Sammeltermine im Lauf des Jahres. Der Gratis-Service ist abgeschafft, jetzt müssen pro Abfuhr 15 Euro bezahlt werden. Das ändert aber nichts an einem alten Problem:

Wenn die Abholung ab Montag beginnt, legen einige „Saubermänner und -frauen“ ihren Sperrmüll schon am Freitag zuvor hinaus, mitunter auch schon mittwochs und donnerstags, so dass mehrere Tage lang, besonders über Sonntag, das ganze Gerümpel vor dem Haus zu sehen ist.

Warum? Die Besitzer sind wohl stolz auf ihren „Reichtum“, auf alte Matratzen und Regale, auf ausrangierte Stühle und Kochtöpfe, auf Sofas und Schrott jeder Art. Nach dem Motto: „Ich bin so reich, ich entsorge mein ganzes Inventar – und jeder soll sehen, was ich alles entbehren kann.“

Die Stadt ist anscheinend machtlos gegen die vorzeitigen Müll-Präsentationen an den Straßen. Tagelang können osteuropäische Kleintransporter anhalten und alles durchwühlen. Dann sieht es noch schöner aus als zuvor.

Jetzt soll die Handhabung geändert werden. Der Sperrmüll in ganz Waghäusel soll, ja muss einheitlich am 1. Januar eines Jahres vor die Häuser gelegt werden. Unterschiedliche Abholtermine sind abgeschafft. Nach dem Weihnachtsfest, wenn inzwischen alles meterhoch zugemüllt ist, soll der „Jahresabtransport“ kommen. Vermieden wird dadurch, dass einige zu früh hinausstellen. Jetzt liegt der Sperrmüll zeitgleich auf dem Gehweg.

Von Neujahr bis Weihnachten, an knapp 360 Tagen, darf jederzeit weiterer Sperrmüll angehäuft werden. Die Zugänge zu den Hoftoren und Eingangstüren sollten freigehalten werden, empfiehlt die Stadt.

Satire & Humor zum Osterfest

Wer hat denn die Ostereier ausbrüten lassen?

Schon gehört?

Der Gemeinderat hat schon eine Stunde mehr Sonne und Wind pro Woche gefordert. Das muss doch machbar sein ...


Warum die Rolle eines Adolf Hitlers?

Ein Skandal um ein Video macht die Runde, auf dem ein Waghäuseler AfD-Stadtrat als Adolf Hitler in brauner Uniform mit Hakenkreuz zu sehen ist, der in einem Bunker eine Sieg-Heil-Rede hält. 

Auf eine Redaktionsanfrage bei der Partei haben wir mehrere Rechtfertigungen zur Auswahl erhalten, auf die man - je nach Gefallen und Bedarf - zurückgreifen kann.

  • Alles Fake News. Das Video stammt aus dem Jahr 1933. Darauf ist der originale Adolf Hitler im Führerbunker zu sehen.


  • Alles Fake News. Es handelt sich um ein Art Prunksitzung im Bunker im finsteren Philippsburger Wald. Also nichts Ungewöhnliches. Leider ist das kostümierte Publikum nicht zu erkennen.


  • Alles Fake News. Der Auftritt erfolgte im Zuge eines kulturellen AfD-Heimatabends über die gute alte Zeit. Andere Mitwirkende befinden sich noch in der Umkleidekabine, etwa als Göhring, Goebbels und Eva Braun.


  • Alles Fake News. Ist ja nur eine kitzekleine Jugendsünde, wie bei jedem von uns. Wer hat nicht mal genascht und ein Bonbon stribitzt? Wer hat nicht mal den perversen Gedanken, in die Rolle eines Massenmörders von 80 Millionen Toten zu schlüpfen? 


  • Alles Fake News. Der beschuldigte AfD-Mann wollte in seinem Leben auch mal zu den Großen der Weltgeschichte gehören. Wollen wir das nicht alle? Aus reiner Heimatverbundenheit kamen Stalin und Mao, Putin und Chamenei nicht in Frage.


  • Alles Fake News. Um die Harmlosigkeit der AfD zu unterstreichen, wolle sie sogar darauf verzichten, in Uniformen in die Gemeinderatssitzungen einzumarschieren.


(Bild: Trauerfeier in Wiesental für die Toten des von Hitler verursachten Zweiten Weltkriegs)


Manchmal macht ein Buchstabe den Unterschied

Ich habe den Job nur bekommen, weil ich mal einen Fernleerkurs mitgemacht habe.

Lehrgänge am Glascontainer

Aufgrund verschiedener wiederkehrender Beobachtungen habe sich die Stadt Waghäusel entschlossen, Lehrgänge zum Erlernen von Einwürfen in die Glascontainer durchzuführen. Immer wieder werde festgestellt, dass es schwerwiegende Probleme mit der Unterscheidung zwischen Weiß-, Grün- und Braunglas gebe. In Unkenntnis der Bedeutung und Auslegung schriftlicher Hinweise an den Containern und wegen der einhergehenden Hilflosigkeit wird von einigen Altglasablieferern der gesamte Flaschenbestand, egal welche Farbe, in ein einziges Loch, in das erstbeste Loch, gesteckt.

An Farbenblindheit könne es nicht liegen, sagt ein Augenfacharzt auf Anfrage. Er vermutet eher eine Überforderung aufgrund der allzu großen Auswahl an Löchern. Einig sind sich die Sachverständigen darin, dass schriftliche Hinweise und Aufschriften nicht genügen, auch nicht Plakate mit großen abgebildeten Flaschen in Weiß, Grün und Braun. 

Jemand, der Hilfe suchend vor dem Container stand, vermutete eine bewusste politische Zuordnung, etwa von Grünen und Braunen. Der Rest gehöre zu den Farblosen. „Nie würde ich unsere Flaschen bei den Grünen entsorgen wollen“, sagte angeblich ein bekannter AfD-ler.

Jetzt sollen zweitägige Lehrgänge vor Ort an den Containern angeboten werden. Straßenweise wird jeweils ein Vertreter der Haushalte einbestellt. Hintereinander dürfen sie so lange mit einem passenden Einwurf probieren, bis es klappt.

Auch soll anhand einzelner Gegenstände gezeigt werden, was Glas ist und wie sich Glas von Metall, Karton und Holz unterscheidet.
 
Nach erfolgreichem Lehrgang gibt es ein Zertifikat „Auszeichnung in Würdigung meisterhafter Flascheneinwürfe“.

Trump greift jetzt nach Waghäusel

(Vorsicht: Satire) Nach allergeheimsten Geheimdienst-Informationen will sich Donald Trump jetzt auch das deutsche Waghäusel einverleiben. Nach Venezuela, Grönland, Kanada, Kuba, Panama und Kolumbien sei Waghäusel als Nächstes an der Reihe und werde zum 57. Stern auf dem US-Sternenbanner.

„Entweder die Crowds rücken die Stadt freiwillig heraus oder wir marschieren ein.“ In Waghäusel sei „weißes Gold“ unter den Bodenschätzen zu finden, meinte das Genie, wie er sich selbst bezeichnet. Die Ureinwohner sagen „Spargel“ dazu. Auf jede Form von Gold erhebe Amerika Anspruch.

Waghäusel sei auch militärisch von großer Bedeutung, verkündet der Fifa-Friedensnobelpreisträger: etwa das frühere Munidepot Kirrlach, das einstige Römerkastell und das 1734er Feldlager von Prinz Eugen. Sein Zugriff sei notwendig, weil auch die Russen (getarnt als Waghäuseler Tanzgruppe Kalina) und Chinesen (getarnt als Asia wok) hinter Waghäusel her sind. Vor deren gierigen Übergriffen müsse er Waghäusel schützen.

Einen lukrativen Aufkauf, wie 1867 mit dem vergleichbaren Alaska-Deal, biete er großzügig an. Mit den Dollars könne die Stadt Waghäusel ja ihre hohen Schulden tilgen. Trump verspricht, das kleine Waghäusel „very, very great“ zu machen. „Viel greater than Brusl“.

Vize Vance mache sich, nach Einnahme von Waghäusel im Zuge der weiteren erfolgreichen „Operations Absolute Resolve“, Gedanken, ob der OB und seine Frau nach New York entführt werden sollen. 

Zwei fotoverliebte Stadträte haben sich gemeldet: Sie wollten mit 30 Pressefotografen nach Washington fliegen. Um ihn milde zu stimmen, bringen sie zwar keinen Fußball-Friedenspreis mit, aber dafür einen Anstecker „50 Jahre Waghäusel“.

Heimatforscher beweisen: Die Unabhängigen waren nicht die Ersten!

(Wir bedanken uns für die Zusendung, die wir nur geringfügig geändert haben)

Wer das Mitteilungsblatt regelmäßig liest, weiß: Alle Erfolge in Waghäusel sind auf eine Partei und zumeist auf eine Person zurückzuführen, die ihre „Verdienste“ unablässig verkünden und sich dafür loben. Beide haben z.B. als Erste vor den Auswirkungen der Güterbahntrasse gewarnt und als Erste einen Kreisel im Ortsteil Waghäusel gefordert. Auch viele andere guten Taten sind auf sie zurückzuführen. Was nicht so gut lief, haben Andere in der Stadt zu verantworten.

Manche hegten bislang Zweifel, ob die „Leistungen“ der angeblich „kommunalpolitischen Pioniere“ so stimmen könnten. Doch jetzt wurden alle Zweifler eines Besseren belehrt. Heimatforscher haben im Stadtarchiv herausgefunden, dass die Vorfahren dieses Personenkreises schon beim Bau der Rheintalbahnstrecke 1871 auf eine mögliche Gütertrasse hingewiesen und das Unheil prophezeit haben. Möglicherweise auf der Grundlage der düsteren Voraussagen von Nostradamus (1503 – 1566). Noch wird recherchiert, ob sogar ein Antrag auf Abweisung der Trasse an Seine Majestät Kaiser Wilhelm I. und an den damaligen Verkehrsminister für das Reit- und Kutschenwesen gegangen ist.
Was den Verkehrskreisel betrifft, so geht – nach weiteren Recherchen – der Ursprungsgedanke auf die Zeit um 1724 zurück, als Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn die Eremitage im Lußhardtwald bauen ließ. In seinem Auftrag entstanden ab 1725 die „Schönborner Alleen“, ein Wegesystem, das unsere Landschaft bis in die Gegenwart prägt.

Schon damals war den Vorfahren der heutigen Allerersten klar, dass das Alleenprojekt nicht ohne Kreisverkehr geht. Dank ihres Einsatzes hat Schönborn bereits erste Bäume fällen und erste Kreiselpläne erstellen lassen. Also ist schon damals die heute maßgebende Weichenstellung erfolgt.

Damit sind die Urheberschaften eindeutig nachgewiesen. Die Unabhängigen müssen nun mal zur Kenntnis nehmen, dass sie nicht die Ersten waren, sondern dass schon vor Jahrhunderten weitsichtige Politiker die Zeichen der Zeit erkannt haben.

Neue Satire

Was tun? Darf man sich Verärgerungen über die kommunalpolitische Konkurrenz anmerken lassen?

Wichtige Frage im politischen Alltag in Waghäusel: „Darf man sich Verärgerungen über die kommunalpolitische Konkurrenz anmerken lassen? Darf man im Gemeinderat oder Ortsbläddl Dampf ablassen?“ Von der Parteizentrale in Berlin hat eine Partei um Antwort nachgesucht.

Diese fiel eindeutig aus: Man müsse geradezu seine Emotionen offenbaren: Verärgerung, Frust und Wut. Das erwarten die Bürger. Das dauerhafte Unterdrücken von Ärger sei ungesund.

Am besten sei, man schimpft, giftet, beschwört kolportierte (Verbreitung von Gerüchten) und falsche Berichterstattungen (Ortsbläddl-Ausgabe u.a. Nr. 41). Aus früheren Ausgaben wissen wir: Die Unabhängigen seien populistisch, nörglerisch, spalterisch, aufwieglerisch, unwissend..., sagen die „Guten“.

Wichtig sei, so die Parteizentrale, dass sich die Konkurrenz über die Rüffeleien auch ärgert. Wenn sie gar nicht reagiert oder sich über die Rumpelstilzchen-Aufführungen lustig macht, helfe nur noch lautes Schreien oder Um-sich-schlagen.

Hingegen empfiehlt die Krankenkasse MKK: „Wer seine Emotionen nicht im Griff hat, kann sich und anderen schaden. Ab und zu aufgebracht zu sein, ist vollkommen normal. Aber wenn du zu häufig wütend bist, solltest du dich auf die Suche nach den möglichen Auslösern begeben.

Manchmal kann die Ursache deiner Wut auch tiefer liegen: in traumatischen Erfahrungen während der Kindheit oder in fehlender Selbstliebe“, ist im Internet zu erfahren.

Die Medizin ist heute weiter als früher: Statt Tabletten werden heutzutage für schwere Fälle „Rage Rooms“ empfohlen: hemmungslos auf bereitgestellte Waschmaschinen, Fernseher und Geschirrschränke einprügeln.

Herbst in Waghäusel ...



Wenn einem Kommunalpolitiker die Gefahr droht, der Vergessenheit anheim zu fallen

Ja, das Schlimmste, das einem mehr oder weniger wichtigen Kommunalpolitiker passieren kann, ist, dass er der Vergessenheit anheimfällt. Niederschmetternd ist die Frage in der Bevölkerung: „Wer isch des? Wuh ghert der noh?“

Um dieser Schmach zu entgegen, empfiehlt ein bislang geheimes Parteipapier aus der Parteizentrale, rechtzeitig gegen das Vergessenwerden vorzugehen: „Es MUSS dafür gesorgt sein, dass in JEDER Ausgabe eines Ortsbläddls mindestens einmal ein Bild von dem Ortspolitiker erscheint.“

Doch in der Regel sei einmal zu wenig. Geraten wird zu Abbildungen auf verschiedenen Seiten.

Den Wählern müsse „immer wieder und immer wieder“ das abgedruckte Bild vor Augen geführt werden. Beantwortet wird im Parteipapier auch die Frage: „Geht den Lesern diese Dauerberieselung nicht mal auf den Keks?“ Dazu die Auskunft: „Nein. Die gewöhnen sich daran und können bald nicht mehr davon lassen.“

Ohne die wöchentlichen Kopf- und Ganzkörperbilder könnten medizinisch bedenkliche Entzugserscheinungen bei den Ortsbläddl-Lesern auftreten. Verwiesen wird auf Erfahrungswerte wie Schweißausbrüche und Zittern, Schwächegefühle, Gliederschmerzen, Magenkrämpfe und Brechreize.
Es müsse dazu kommen, so der Tipp aus Berlin, dass die Leute erwartungsvoll, mit zitternden Händen, jeden Freitag das Objekt ihrer Begierde aus dem Briefkasten ziehen. Jetzt ein schnelles Durchblättern und der Aufschrei: „Ja, er erlebt noch, er lebt noch, er lebt noch!“

Gute Erfahrungen gebe es mit einer Kleinstadt im Badischen, lobpreist die Parteizentrale. Dort sei es gelungen, dass ein Allgegenwärtiger den Leuten 142 mal im Ortsbläddl erschienen ist - bei lediglich 52 Ausgaben.

Aus der Gerüchteküche ist zu erfahren: Die Stadtverwaltung will jetzt allen 26 Stadträten eine Gleichbehandlung einräumen. Das Ortsbläddl soll künftig als Fotoalbum erscheinen. Ohne Texte.

Erster Beitrag: Meinungsäußerung zu Stellenvermehrungen im Rathaus


„Öffentlicher Dienst: Es fehlen 360.000 Beschäftigte.“ Dies beklagt der Deutsche Beamtenbund lt. Bundespresse.

Bislang meinten die meisten Bundesbürger, wir hätten zu viele Beamte. Jetzt stellt sich heraus: Knapp 2 Millionen vorhandene Beamte sind zu wenig.

Gerüchten zufolge habe sich die Stadt Waghäusel großzügigerweise bereit erklärt, dem Not leidenden Beamtenbund unter die Arme zu greifen und etliche neue Stellen zu schaffen, damit der deutsche Beamten- und auch Angestelltenbedarf geringer wird.

Man denke angesichts der notwendigen Größenordnung im Land an ein paar hundert neue Verwaltungsstellen in Waghäusel, mit denen vorzugsweise die bisherige Verwaltung verwaltet werde. Der Stellenplan müsse geringfügig angepasst werden.

An einen weiteren Rathausanbau sei nicht gedacht. Die Unterbringungen sollen in behaglichen Containern – auf dem Gelände zwischen den Realschulcontainern und der L 555 erfolgen.